Artikel drucken18.02.2008 |
Vodafone führt SMS-Bezahldienst 'M-Paisa' in Afghanistan ein |
Seit gut einem Jahr zeigt sich in Kenia eine unglaubliche Erfolgsstory des Dienstes 'M-Pesa (Link: http://www.dsltarife.net/news/4291.html)' des kenianischen Mobilfunk-Netzbetreibers 'safaricom'. Nach Start des Dienstes hatten sich innerhalb von nur neun Monaten mehr als eine Million Kenianer für diesen Dienst registrieren lassen, zwischenzeitlich sind es mehr als 1,6 Millionen. Die safaricom arbeitet dabei mit dem weltweit zweitgrößten Mobilfunk-Netzbetreiber 'Vodafone' zusammen. Nun gab Vodafone eine weitere Kooperation mit dem 'Money Service Provider Roshan' aus Afghanistan bekannt, denn Vodafone plant, auch in Afghanistan einen entsprechenden Bezahldienst einzuführen. Dieser Dienst nennt sich 'M-Paisa' (in Kenia M-Pesa) und geht über die Möglichkeiten des kenianischen Dienstes sogar noch hinaus. Bei M-Pesa in Kenia haben Mobilfunk-Kunden die Möglichkeit, sich bei safaricom zu registrieren und dort auf ein entsprechendes Konto Geld einzuzahlen, das sie mittels einer einfachen SMS an jeden beliebigen safaricom-Kunden weiter transferieren können. Der Empfänger des Geldes wendet sich dann an einen so genannten 'Agenten' (das können Tankstellenpächter, kleine Geschäfte oder auch Händler sein) und lässt sich das Geld unbürokratisch wieder auszahlen. Eine herkömmliche Bank ist bei diesen Transaktionen nicht notwendig, es fallen keine Gebühren an, es werden allerdings auch keine Zinsen gezahlt. Lediglich für eine Transaktion werden etwa 50 Euro-Cent fällig, die sich Sender und Empfänger des Geldes teilen. Mobilfunk-Prepaid: Community-Gespräche schon ab 3 Cent/Minute!Das in Afghanistan eingeführte System basiert auf das gleiche System wie in Kenia, nur in der Erweiterung, dass dieser Dienst auch sprachbasiert abrufbar ist. Damit will Vodafone der Tatsache Rechnung tragen, dass es in Afghanistan sehr viele Analphabeten gibt, die ansonsten das Bezahlsystem nicht nutzen können. Zum Start sollen M-Paisa-Nutzer das System allerdings nur nutzen können, um sich Kleinst-Kredite von so genannten 'Micro-Fiancing'-Institute auszahlen lassen zu können, bzw. diese Kleinkredite auch zurückzuzahlen. Später dann sollen Kunden auch untereinander Geld transferieren können. M-Paisa startet zunächst mit 50 M-Paisa-Filialen in den größeren Städten fast aller Provinzen Afghanistans, später wollen die Anbieter den Dienst auch in den Dörfern anbieten. Dabei sollen auch Banken, Supermärkte, Tankstellen und andere Verkaufsstellen in das mobile Bezahlsystem eingebunden werden. Roshan erreicht nach eigenen Angaben Hunderttausende von Micro-Finance-Kunden in Afghanistan. Quelle: teltarif (Link: http://www.teltarif.de/arch/2008/kw08/s28909.html) Beitrag aus der Rubrik Handy Tarife Artikel von http://www.dsltarife.net/
DSL und VoIP - News und Tarifvergleich Sämtliche Logos und eingetragene Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Besitzer. © dsltarife.net |