Artikel drucken23.03.2008 |
Versteigerung - Keine Mobilfunk-Lizenz für Google |
Vor gut zwei Monaten hatte die US-amerikanische Telekommunikationsbehörde 'FCC' insgesamt fünf Frequenzblöcke im Bereich 700 MHz zur Versteigerung ausgeschrieben, die für die neue Mobilfunk-Generation 3G oder 4G genutzt werden können, einige Blöcke dabei landesweit, also über ganz US-Amerika. Am Dienstagabend ging die Versteigerung nach insgesamt 260 Bieterrunden zu Ende und brachte ein Gesamterlös von 19,6 Milliarden US-Dollar (gut 12,5 Milliarden Euro). Kurz nach Ende der Versteigerung wollte die FCC die Sieger aus den Bieterrunden noch nicht bekannt geben, doch jetzt nannte sie die Namen -DER- Unternehmen, die die Bieterschlacht gewonnen haben. Wie auch schon im Vorfeld spekuliert, erhielt der zweitgrößte Mobilfunk-Netzbetreiber 'Verizon' den größten Block für Gesamt-USA (Ausnahme Alaska und Puerto Rico) und zahlt dafür insgesamt 4,74 Milliarden US-Dollar. Der weltgrößte Dienstleister für Internet-Suchanfragen 'Google' verfehlte mit 4,71 Milliarden US-Dollar knapp den Zuschlag, doch ob die jungen Wilden wirklich unglücklich über das 'verfehlte' Geschäft sind, ist noch die Frage. Sicher ist, dass Google sich ins Mobilfunk-Geschäft einbringen will, doch eigentlich anders, als viele immerzu spekulieren. Bereits vor gut einem Jahr wurde darüber spekuliert, dass Google, ähnlich wie Apple mit dem iPhone-Handy, ein eigenes Mobilfunktelefon entwickelt. Tatsächlich aber stellte Google ein neues Handy-Betriebssystem mit dem Namen 'Android (Link: http://www.dsltarife.net/news/4460.html)' vor, das unter Open-Source-Bedingungen mit Linux und Java entwickelt wird. Interessant dabei ist, dass sich viele namhafte Firmen wie beispielsweise T-Mobile, China Mobile, HTC oder auch Motorla mit einbringen. Ziel ist es, ein Betriebssystem zu entwickeln, das möglichst auf alle Handys lauffähig ist. Schauen Sie doch auch mal nach einem UMTS-Tarif !Wenn Google es jetzt auch nicht geschafft hat, die Lizenz für ein Mobilfunknetz zu ersteigern, hat das Unternehmen dennoch einen ganz wichtigen Schritt im US-amerikanischen Mobilfunkgeschäft erreicht: Verzion muss sein Netz nämlich für alle Mobilfunkgeräte öffnen. Bis dahin konnten die Mobilfunk-Netzbetreiber selbst entscheiden, welche Mobilfunkgeräte sie für ihre Netze zulassen doch unter Einfluss von Google hatte die FCC vorgegeben, dass das größte Netz für alle Mobilfunkgeräte geöffnet werden muss, und zwar dann, wenn die Versteigerungssumme die Marke von 4,5 Milliarden US-Dollar übersteigt. Beitrag aus der Rubrik Sonstige Meldungen Artikel von http://www.dsltarife.net/
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