Artikel drucken14.04.2008 |
Mobilfunk - Congstar kündigt Flatrate-Kunden |
Man sollte meinen, dass Unternehmen über jeden Kunden glücklich sind, die sich für ihre Produkte und Dienstleistungen interessieren. Im Mobilfunkbereich ist das offensichtlich nicht so, denn jetzt kündigt auch die Telekom-Discounter-Marke 'Congstar (Link: http://www.dsltarife.net/mobilfunk/tarife-provider-26.html)' Mobilfunkkunden, und zwar ohne Ankündigung und dann gleich den kompletten Mobilfunkvertrag. In verschiedenen Internet-Foren ist zu lesen, dass Congstar einigen Kunden ihren gesamten Mobilfunkvertrag zum Monatsende gekündigt hat. Hierbei habe sich der Provider weder zu den Gründen geäußert, noch kann die Kundenbetreuung Aufschluss darüber geben, warum der Provider die Kündigung ausgesprochen hat. Bei bisher allen Providern, die sich einseitig von ihren Kunden getrennt haben, gab es immer nur einen Grund für die Kündigung und bei Congstar wird es nicht anders sein: Es gibt Kunden, die ihre Flatrate-Pakete wörtlich nehmen und bis zum Exzess downloaden, telefonieren oder Kurzmitteilungen versenden. Ein derartiges Nutzerverhalten ist natürlich nicht in den 'eh schon geringen Mobilfunkpreis kalkuliert und damit droht das ganze Geschäftsmodell zu zerbrechen. Ergo trennt man sich lieber von solchen Kunden, anstatt das Angebot komplett einzustellen. Mobilfunk-Prepaid: Community-Gespräche schon ab 3 Cent/Minute!Kunden berichten in den Forenbeiträgen, sie hätten täglich Kurzmitteilungen im dreistelligen Bereich verschickt, und maximal zwei Stunden am Tag in fremde Mobilfunknetze telefoniert. Rechnet man diese Anzahl aber einmal in Cent und Euro um wird deutlich, warum Provider die Notbremse ziehen müssen. Versendet der Kunde beispielsweise täglich 150 SMS, so liegt er am Monatsende bei gut 4.500 versendeten Kurzmitteilungen. Selbst wenn der Provider Eigenkosten in Höhe von nur 0,2 Cent pro SMS hätte, würde der Kunde dem Provider für eine SMS-Flat zu 4,99 Euro stolze 9,00 Euro an Kosten bescheren. Ähnlich sieht es bei den Telefonkosten aus: Zwei Stunden pro Tag entsprechen 120 Minuten x 30 Tage = 3600 Minuten pro Monat. Zwischenzeitlich weiß man, dass die Mobilfunknetzbetreiber mindestens 9 Cent/Minute für die Durchleitung von Mobilfunkgesprächen an andere Netzbetreiber zu zahlen haben. Bei 3.600 Telefonminuten beschert der Kunde dem Provider Kosten in Höhe von 324 Euro und -DAS- dürfte angesichts der 14,99 Euro-Flat wirklich nicht mehr tragbar sein. Beitrag aus der Rubrik Handy Tarife Artikel von http://www.dsltarife.net/
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