Nokia zieht gegen Apple iPhone vor Gericht

Bild: T-MobileDer Mobiltelefon-Hersteller Nokia aus Finnland hat den Konzern Apple verklagt und die Beschwerden dem Bundesgericht von Delaware in den USA vorgelegt. Grund für den Streit sei das Apple iPhone. Demnach soll Apple angeblich zehn Patente von Nokia aus den Bereichen WLAN, UMTS und GSM verletzt haben, wie das Online-Portal teltarif.de berichtet . Davon betroffen seien die Bereiche der drahtlosen Übertragung und Sprachkodierung. Äußerst merkwürdig ist allerdings die Wahl des Zeitpunktes für die Klage von Nokia, da das iPhone schon seit etwa zwei Jahren auf dem Markt ist und sich seitdem zu einer starken Konkurrenz auf dem Handy-Markt entwickelt hat.
Weiterhin heißt es in der Meldung, dass Nokia von Apple erwarte auch für die Entwicklung der Grundstandards bezahlt zu werden, da bereits 40 Unternehmen ein Lizenzabkommen bezüglich der Entwicklung, abgeschlossen haben. Nokia investierte bislang 40 Milliarden Euro in die Weiterentwicklung und Forschung im Bereich von den mobilen Kommunikationsstandards. Damit hat Nokia auch eine der größten Sammlungen an Patenten im Bereich des Mobilfunks. Der Konzern Apple stellt sich derzeit gegen die Forderungen von Nokia. Gelingt es Nokia die Patentklage vor dem Gericht durchzusetzen, ist eine Strafe im Millionenbereich zu erwarten.
Bereits seit einem Jahr sollen die Verhandlungen zwischen Nokia und Apple laufen und ein Ende ist erst im Jahr 2011 in Sicht. Bis dato kann Apple fleißig weiter seine iPhones produzieren, ohne dass die Produktion in naher Zukunft eingestellt werden muss. Das von Apple entwickelte Smartphone wurde erstmals auf der Macworld Conference & Expo in San Francisco am 9. Januar 2007 vorgestellt, der Starttermin für den Verkauf des iPhones war in den USA der 29. Juni. Im Folgejahr 2008 hat das Unternehmen bereits 13,7 Millionen der Geräte verkauft. Seit der Vorstellung des iPhone OS 3.0 Mitte März diese Jahres ist das Kult-Handy in 80 Ländern der Welt verfügbar.
Anfang 2007 wurde LG Electronics von Apple beschuldigt, das Design des iPhone mit dem Prada Phone kopiert zu haben, da dieses bereits im Jahr 2006 einige Monate vor der Vorstellung des iPhones mit einem Touchscreen, einem berührungsempfindlichen Display auf dem mit dem Finger oder einem entsprechenden Stift navigiert werden kann, präsentiert wurde. Damals wurden aber, soweit bekannt, keine rechtlichen Schritte oder eine Klage beim Gericht von LG eingereicht.











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