o2, E-Plus, T-Mobile & Co.: Mobiles Internet und seine Anbieter

Bild: Vodafone – mobiles InternetDas mobile Internet ist heute präsenter denn je. Mit dem vielfältigen Hardware-Angebot, von Smartphones bis Netbooks, und vielen günstigen Tarif-Optionen, fällt die richtige Entscheidung für den eigenen Zugang schwer. Auch die Wahl des Netzes sollte gut durchdacht sein. Der Internet-Zugang ist zwar in allen vier deutschen Handy-Netzen möglich, die Performance ist oftmals jedoch sehr unterschiedlich. Günstige Prepaid-Angebote gibt es vor allem bei E-Plus und o2. Diese sind besonders durch die nicht vorhandene Mindestlaufzeit attraktiv, wie das Online-Portal teltarif.de berichtet. Doch auch T-Mobile und Vodafone locken die Kunden.
Zu Beginn war vor allem T-Mobile der Vorreiter des mobilen Internets. Als vor fünf Jahren mit dem Ausbau der UMTS-Netze begonnen wurde, konnten die Kunden, die im Besitz eines UMTS-Handys waren, das 3G-Netz der Telekom-Tochter nutzen. T-Mobile konzentrierte den Ausbau der Netze vor allem auf die Städte und Gemeinden, da dort durch die hohen Einwohnerzahlen mit einer intensiveren Nutzung der mobilen Internet-Dienste zu rechnen war.
In seinem GSM-Netz bietet der Bonner Mobilfunkanbieter inzwischen flächendeckende EDGE-Verfügbarkeit mit Download-Raten von bis zu 260 kBit/s an. Angebote anderer Anbieter beschränken sich auf rund 220 kBit/s. Vor allem in ländlichen Gebieten bietet EDGE eine gute Alternative zu GPRS, kommt allerdings bei weitem nicht an die Geschwindigkeiten von UMTS und HSDPA heran.
Vodafone baute sein Netz großflächiger auf als sein Konkurrent und konnte dadurch T-Mobile bald überholen. Obwohl Vodafone erst recht spät mit dem Ausbau des EDGE-Netzes anfing, konnte es UMTS bald auch dort anbieten, wo T-Mobile immer noch nur GSM bzw. EDGE zu bieten hatte. Außerhalb des UMTS-Netzes kann die geringe EDGE-Verfügbarkeit jedoch zum großen Nachteil werden. So kann es vorkommen, dass man nur noch eine mit einem analogen Modem im Festnetz vergleichbare Übertragungsgeschwindigkeit zur Verfügung hat.
E-Plus eine schlechte Wahl für schnelles mobiles Internet
E-Plus stieg vor vier Jahren mit einer mobilen Internet-Flatrate in das Online-Geschäft ein. Im Ausbau des UMTS-Netzes tat sich der Anbieter lange Zeit schwer. Auch EDGE, HSDPA und HSUPA wurden zunächst nicht eingeführt. Erst Ende letzten Jahres wurde ein Ausbau beschlossen. Bis Ende diesen Jahres sollen rund 90 Prozent der Bevölkerung mit EDGE versorgt sein. HSDPA bietet E-Plus, allerdings in einer deutlich schlechteren Performance als die Mitbewerber, genau wie diese bisher nur in zentralen Gebieten mit intensiver Nutzung an.
Der vierte Anbieter o2 schaltet Ende 2009 das National Roaming im T-Mobile-Netz ab und baut im Zuge dessen das eigene Netz verstärkt aus. Auch wird neben GSM das UMTS-Netz weiter verstärkt. Bereits jetzt bietet der Münchner Mobilfunkanbieter, vor allem in ländlichen Gegenden ohne UMTS, die Versorgung durch EDGE an. Im gesamten UMTS-Netz steht HSDPA mit bis zu 7,2 MBit/s im Downstream zur Verfügung, HSUPA wird mit bis zu 2 MBit/s im Upstream angeboten. Ein Nachteil ist jedoch, dass in den UMTS versorgten Gebieten kein EDGE zur Verfügung steht und sich die Kunden somit mit dem langsameren GPRS begnügen müssen. o2 plant in München einen 3G-Netz-Ausbau mit Geschwindigkeiten von bis zu 28 MBit/s im Downstream und eine EDGE-Verfügbarkeit netzdeckend außerhalb der UMTS-Ausbaugebiete. Kunden sollen somit mit minimal rund 220 kBit/s online gehen können.
Vor Vertragsabschluss sollte der Kunde die Verfügbarkeit in seinem Gebiet gut testen um herauszufinden, welches Netz dort die beste Abdeckung bietet. Zur Zeit gibt es regional noch sehr große Unterschiede, auch wenn der Ausbau der Netze stetig voranschreitet.










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