OPAL-Gebiete: Eingegrenzte Verfügbarkeit und hohe Preise für Breitband-Internet

Bild: Apple iPhoneIn manchen Teilen Deutschlands steht der Ausbau der Breitband-Anschlüsse vor einem großen Problem. Vor allem ostdeutsche Städte wurden nach der Wiedervereinigung von der Deutsche Telekom großflächig mit Glasfasern versorgt. DSL-Anschlüsse basieren jedoch auf Kupferkabel und somit gestaltete sich in den so genannten OPAL-Gebieten (OPAL steht für Optische Anschluss-Leitung) der DSL-Ausbau sehr schwierig wie teltarif.de berichtet. In Berlin-Pankow wurden aus diesem Grund die Straßen aufgerissen und nachträglich Kupferkabel verlegt.
Auch Dresden gehört zu den OPAL-Gebieten. In den Stadtteilen Striesen und Blasewitz rüstet die Telekom zur Zeit das bisherige Netz mit der GPON-Technik (Gigabit Passive Optical Network) für bis zu 50 MBit/s schnelle Internetzugänge auf. Dabei wird lediglich die Technik im Keller des Hauses und in der Vermittlungsstelle ausgetauscht. Obwohl in manchen Teilen der Stadt GPON schon zur Anwendung kommt, ist der DSL-Ausbau in der sächsischen Landeshauptstadt noch lange nicht abgeschlossen.
Nach Aussage der Telekom ist innerhalb Dresdens momentan eine maximale Bandbreite von bis zu 3 MBit/s im Downstream möglich. Aber auch mehrere Kabelnetzbetreiber bieten ihre Internet-Anschlüsse an. Dazu gehören vor allem Kabel Deutschland, Tele Columbus und die Deutschen Breitband Dienste (DBD). Zusätzlich zu diesen Anschluss-Optionen steht den Kunden fast im ganzen Stadtgebiet UMTS zur Verfügung, wobei hier mit Schwankungen bei der 3G-Versorgung gerechnet werden muss. Diese sind abhängig von den jeweiligen Aufenthaltsorten der Nutzer und der Funkzellenbereiche.
Funkbasierte Angebote als echte Alternative
VDSL-interessierte Kunden müssen in Dresden oftmals mit höheren Grundkosten rechnen. So kann es vorkommen, dass sie die Grundkosten für einen DSL-6000-Anschluss tragen, in der Praxis aber nur einen DSL-3000 Anschluss nutzen können. Bei einem solchen Anschluss von T-Home mit Gutschrift für Online-Buchung beträgt die monatliche Grundgebühr 37,87 Euro über eine Laufzeit von 24 Monaten.
Kostengünstiger ist es deshalb gleich auf einen DSL-2000-Anschluss auszuweichen. HanseNet bietet mit Alice-Fun ein Paket an, das beim Downstream eine Bitrate von 5 und 10 MBit/s zur Verfügung stellt. Bei einer 24-monatlichen Mindestlaufzeit zahlt der Kunde bei Online-Buchung eine Grundgebühr von 22,82 Euro pro Monat in den ersten zwei Vertragsjahren.
Echte Alternativen zu den Breitband-Internet-Zugängen bilden für die Dresdner deshalb die funkbasierten Angebote von WiMAX und den großen Mobilfunkbetreibern. Vor allem o2 glänzt mit seinem Angebot aus Mobile Flat und Internet-Pack L. Dieses stellt mit bis zu 7,2 MBit/s nicht nur die theoretisch schnellsten Übertragungsraten zur Verfügung sondern bietet mit 38,25 Euro bei 15 Prozent Rechnungsrabatt bei Online-Buchung auch die im Vergleich niedrigsten monatlichen Grundkosten. Ein HSDPA-fähiger Surfstick kostet bei o2 mit Vertrag und inklusive Versand 47,89 Euro.











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