Nicht bei jedem Prepaid-Angebot handelt es sich um echtes Prepaid

Bild: o2 und VodafoneTarife von Prepaid-Anbietern haben sich als günstige Alternativen zu Mobilfunkverträgen mit langen Laufzeiten etabliert. Neben den vier großen Netzbetreibern T-Mobile, Vodafone, o2 und E-Plus gehen auch immer mehr Discounter mit Prepaid-Angeboten auf den Markt. Prepaid-Tarife zeichnen sich besonders durch eine gute Kostenkontrolle sowie die fehlende Mindestvertragslaufzeit und Grundgebühr aus. Nicht nur für Wenigtelefonierer, sondern auch bei normalem Nutzungsverhalten des Handys bzw. Smartphones eignen sich Discount-Anbieter mit echten Prepaid-Tarifen.
Jedoch verbirgt sich nicht hinter jedem Prepaid-Tarif auch wirklich ein echtes Prepaid-Verfahren, wie das Onlinemagazin teltarif.de berichtete. Hinter einigen Angeboten verbergen sich so manche Tücken, die das Prepaid-Angebot nicht mehr ganz so attraktiv erscheinen lassen. Bei einem normalen Prepaid-Tarif wird nur das vorhandene Guthaben verbraucht. Das Telefonat wird automatisch unterbrochen, sofern der Guthabenstand bei Null Euro liegt. Einige Anbieter rechnen erst nach einem Telefonat oder dem Nachrichtenversand ab, so dass das Guthaben ins Minus gehen kann. Die Abrechnung dieser Mobilfunkangebote erfolgt nicht in Echtzeit sondern zeitverzögert über eine Postpaid-Plattform.
Mobilfunkmarken Penny Mobil und ja!mobil richtiges Prepaid
Auch wenn das Guthaben bereits aufgebraucht ist, können unbemerkt weitere Kosten anfallen, für die der Kunde im Nachhinein aufkommen muss. Besonders bei Anrufen zu 0900-Sonderrufnummern oder Auslandsaufenthalten können schnell hohe Beträge entstehen. Der Minus-Betrag auf dem Guthabenkonto muss laut geltenden allgemeinen Geschäftsbedingungen die Differenz schnellstmöglich ausgleichen, da sonst der Mobilfunkanschluss gesperrt werden kann. Oftmals ist die Art der Abrechnung nicht sofort erkennbar. Hierfür lohnt sich der Blick in die AGBs des Anbieters.
Sofern ein Anbieter nicht den reinen Kauf eines Prepaid-Startpakets anbietet, sondern auf einen Vertragsabschluss besteht oder vor Abschluss dieses Vertrags sich das Recht einräumt die Bonität des Kunden bei Auskunfteien wie der Schufa zu überprüfen und gegebenenfalls einen Vertragsabschluss zu verweigern, handelt es sich bei dem Angebot nicht um einen einfachen Prepaid-Tarif. Auch eine Mindestvertragslaufzeit von einem Monat ist bei der etwas anderen Prepaid-Variante möglich. Weitere Anzeichen können sein, dass der Kunden einen deutschen Wohnsitz sowie ein Bankkonto bei einem deutschen Kreditinstitut vorweisen muss.
Für Handy-Nutzer ist es nur schwer ersichtlich, ob es sich bei einem Mobilfunkangebot um einen echten Prepaid-Tarif handelt oder sich doch etwa ein Quasi-Prepaid-Tarif dahinter verbirgt. Einzelne Anbieter führen teilweise auch beide Tarif-Varianten. Bei dem Anbieter Callmobile ist nur der Tarif Clevertogo ein echtes Prepaid-Angebot. Der Discounter simply vermarktet nur über die Mobilfunkmarken Penny Mobil und ja!mobil richtiges Prepaid. Viele Mobilfunkmarken des Providers Drillisch wie BigSIM, maXXim, McSIM und snoog mobile werden über eine Postpaid-Plattform abgerechnet.











0 Kommentare