Sony Ericsson, Nokia & Google: Die Smartphone-Gerüchteküche brodelt

Bild: Nokia/GoogleGleich drei zu erwartende Neuerungen mischen den Markt der Smartphones auf: In Kürze soll das Nokia N900 erscheinen. Der Verkaufsstart wurde zwar vor Kurzem auf den 25. November verschoben, seit August kann das Smartphone jedoch vorbestellt werden und soll rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen. Mit der Verfügbarkeit für Spontankäufer dürfte es wegen der verlängerten Vorlaufzeit eng werden.
Vom Sony Ericsson Xperia X3 sind nun hochauflösende Fotos aufgetaucht. Das Android-Smartphone mit 8-Megapixel-Kamera und großem Touchscreen arbeitet Gerüchten zufolge mit einem 1-GHz-Snapdragon-Prozessor und kann ab Januar 2010 erwartet werden. Die Fotos vom Handy mit dem Google-Betriebssystem heizen die Erwartungen weiter an, insbesondere da sie das große Display mit mehr als 4 Zoll Diagonale zeigen. Die Auflösung soll 852 mal 480 Pixel betragen. Apropos Android: Über ein Jahr ist das System auf dem Markt und lässt auf weitere Entwicklungen hoffen. Eine Vielzahl von Geräteherstellern hat sich bislang zum Linux-Derivat von Google bekannt, lediglich Nokia lässt es links liegen und präferiert seine ebenfalls linuxbasierte Eigenentwicklung Maemo.
Nun kursieren Gerüchte, Google selbst wolle ein kostengünstiges Smartphone ohne Netlock auf dem Markt bringen. Ashok Kumar von Northeast Securities gab die Einschätzung zum Besten, gegen Ende des Jahres könne ein Handy mit Android unter der Marke des Suchanbieters erhältlich sein. Gerät und Betriebssystem kämen damit aus einer Hand. Das Mobiltelefon selbst soll von einem Dritthersteller fabriziert werden. Als Chipproduzent könne Qualcomm in Frage kommen. Der Vorteil eines solchen Smartphones bestünde in seiner Flexibilität. Die Wahl des Netzes wäre im Gegensatz zu den exklusiv vermarkteten Smartphones nicht eingeschränkt. Apps können selbst geschrieben oder überwiegend kostenlos aus dem Android-Market geladen werden. Bislang ergeben sich jedoch lizenzrechtliche Schwierigkeiten bei aktuell erhältlichen Android-Handys, die den Schriftzug mit Google tragen. Die Modifikation des System ist hier verboten.
Abgesehen von weitergehenden Spekulationen um ein zeitgleich vermarktetes Chrome-Netbook oder gar angesichts von Google Books ein nicht abwegiger Gedanke einen E-Book-Reader, ist der Rollout-Termin des Android-Handys eher utopisch. Gut ein Jahr braucht die Entwicklung eines neuen Smartphones. Es könnte jedoch sein, dass das Google-Smartphone gemeinsam mit der Android-Version 2.0 das Licht des Marktes erblicken soll. Diese soll noch in diesem Jahr erscheinen. Bisher weist Google die Gerüchte als unbegründet zurück.










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