Smartphones und mobile Internet-Zugänge werden Navis gefährlich

Bild: Smartphone und mobiles InternetDie Preisstürze bei Smartphones und mobilen Internet-Zugängen könnten es für Hersteller von reinen Navigationsgeräten in Zukunft schwer machen, Geld mit ihren Produkten zu verdienen. Der finnische Handy-Hersteller Nokia verteilt beispielsweise inzwischen die zuvor kostenpflichtige Navigationssoftware Ovi-Maps an Besitzer bestimmter GPS-Handys gratis. Doch auch andere Anwendungen locken mit günstiger bis kostenfreier Navigation.
Nokias Ovi-Maps muss keine Daten nachladen
Zur Zeit verteilt Nokia Ovi-Maps kostenlos an Besitzer der Handys N97 mini, X6, E72 und der Navigator-Reihe. Die Finnen haben bereits angekündigt, den kostenlosen Download auch für andere Modelle freizuschalten. Die Software navigiert sprachgesteuert in 78 Ländern der Erde und benötigt einmal komplett heruntergeladen keine Internet-Verbindung mehr. Besteht allerdings ein Online-Zugang, kann das Programm auch aktuelle Karteninformationen einbinden. Nach Nokias Ankündigung, Ovi-Maps in Zukunft kostenlos zu verteilen, brach der Aktienkurs des Navi-Herstellers TomTom ein.
Konkurrenz kann wegen Datenkosten teuer werden
Besitzer von Smartphones anderer Hersteller gelangen mit Alternativen kostenlos zum Ziel. Dazu gehört beispielsweise das Programm Ö-Navi. Zu Beginn jeder Zielführung benötigt die Software allerdings eine Internetverbindung, da kein Kartenmaterial heruntergeladen werden kann. Daher empfiehlt sich die Anwendung vor allem für Besitzer von Daten-Flatrates, die sich im Inland bewegen, denn im Ausland ist Daten-Roaming immer noch relativ teuer. Dafür kommt Ö-Navi allerdings auch mit TMC-Stauwarnsystem.
Apple iPhone-Besitzer werden im App-Store fündig
Besitzer des Apple iPhone müssen dagegen ohne TMC auskommen, wenn sie die Software Skobbler nutzen. Dafür kostet das Programm im App-Store einmalig nur 7,99 Euro. Es ist allerdings ebenfalls auf einen Internet-Zugang angewiesen, da ebenfalls keine Karten heruntergeladen werden können. Innerhalb Deutschlands dürfte aber ohnehin fast jeder iPhone-User eine Daten-Flatrate besitzen, da das Gerät bis vor kurzem nur mit entsprechenden Tarifen exklusiv bei T-Mobile erhältlich war. Nun gibt das Kult-Handy auch bei anderen Mobilfunkern wie simyo und Blau.
Android-Nutzer gehen in Europa offiziell noch leer aus
Besitzer eines der vielen Handys mit Googles Betriebssystem Android in Europa gehen offiziell noch leer aus. Es existiert zwar mit Google Maps eine Anwendung mit integrierter Navigationssoftware, dieses Feature funktioniert allerdings nur in den USA. Hacker haben inzwischen eine inoffizielle Version von Google-Maps veröffentlicht, die auch in Europa navigiert. Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet jedoch lieber auf die offizielle Variante des Suchmaschinenbetreibers.











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