Mobilfunk-Prepaid-Marke Spreefone wird eingestellt
Gestern wurde berichtet, dass die Mobilfunk-Prepaid-Marke Spreefone möglicherweise komplett vom Markt genommen wird. Das Informationsportal für Telekommunikation und Mobilfunk teltarif.de berief sich bei dieser Meldung auf Leserhinweise aber auch auf eine Nachfrage bei der Spreefone Kundenhotline. Hierbei wurde allerdings nur von Kündigungen einiger Prepaid-Kunden gesprochen. Die Hotline hatte derartige Kündigungen bestätigt konnte aber nicht bestätigen, dass alle Spreefone-Kunden davon betroffen seien.
Heute nun meldet teltarif.de, die Spreefone-SIM-Karte wird definitiv vom Markt genommen. teltarif bezieht sich bei dieser Meldung auf offizielle Informationen aus dem Hause Moconta GmbH, die die Spreefone-Kunden auch verwaltet. Die Abschaltung der SIM-Karten soll laut Moconta im Laufe der kommenden Woche erfolgen. Auf der SIM-Karte vorhandene Restguthaben werden in jedem Fall erstattet.
Als Grund für die Einstellung dieser Marke nennt Moconta das Insolvenzverfahren der Firma mtdigital GmbH. Diese Firma war für das Mobilportal sowie Marketing und Vertrieb des regional vertriebenen Spreefone-Angebots zuständig. Seitens Moconta habe man zwar erwogen, das Spreefone-Angebot fortzuführen, hierfür habe man aber keine "wirtschaftlich sinnvolle Lösung" gefunden. Aus diesem Grund habe man sich entschieden, das Angebot komplett einzustellen.
Insider wollen aber erfahren haben, so teltarif.de, dass die Marke Spreefone sowohl für die Firma Moconta als auch für den angeschlossenen Netzbetreiber Vodafone (über die die Spreefone-Karten realisiert werden) eher weniger attraktiv gewesen sei. Das Angebot habe sich kaum gerechnet. Bisher sollen auch nur Kunden im "niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich" akquiriert worden sein und davon seien die wenigstens SIM-Karten aktiv genutzt worden.
Die Marke Spreefone war erst im Januar diesen Jahres von Moconta auf den Markt gebracht worden. Als Zielgruppe wurde die Bevölkerung in Berlin und Brandenburg angesprochen. Als besonderes Highlight wurde eine Festnetz-Flatrate zum Preis von 6,95 Euro monatlich angeboten. Diese galt allerdings nur für Gespräche in den Festnetz-Vorwahlen 030 (Berlin) und 0331 (Potsdam).
Den Spreefone-Kunden wird als Alternative eine allmobil SIM-Karte von allMobility Deutschland GmbH angeboten. Spreefone-Kunden die dieses Angebot in Anspruch nehmen und ihre alte SIM-Karte an allMobility zurück senden, erhalten das dort angebotene Starterset zum Preis von 19,99 Euro einschließlich 25,00 Euro Startguthaben. Nachteil bei dieser Variante: Die vorhandene Spreefone-Rufnummer kann von allMobility nicht portiert werden.
Sowohl Moconta als auch allMobility sind Tochter-Unternehmen von Vodafone. allMobility war ursprünglich selbständig, war allerdings im Jahre 2007 in finanzieller Schieflage geraten. allMobility hatte seinerzeit über das Schlecker-Angebot "smobil" bereits mehr als 450.000 Prepaid-Kunden akquiriert und auf diese Kunden wollte Vodafone nicht verzichten.











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