Strato – Deutsche Telekom und United Internet werben um Freenet-Tochter

Bild: Freenet-Tochter StratoDer Verkauf der Berliner Webhosting-Sparte Strato scheint sich, einem Pressebericht zufolge, schwieriger zu gestalten als angenommen. Demnach sind aktuell nur noch die Deutsche Telekom und United Internet im Rennen um die Freenet-Tochter. Weitere Investmentgesellschaften, die zuvor ihr Interesse bekundet hatten, sind bereits aus den Verhandlungen ausgestiegen.
Mit Bridgepoint hat nun, nach General Atlantic, Apax und Warburg Pincus, auch der letzte Verkaufsinteressent aus dem Investmentbereich das Handtuch geworfen. Freenet-Chef Christoph Vilanek erwarte 350 Millionen Euro für Strato, die Angebote der Investoren lägen aber nicht über 220 Millionen Euro. Vor allem die lückenhafte Präsentation des Managements und die zweifelhaften Wachstumschancen des Unternehmens seien Grund für die unterschiedlichen Preisvorstellungen. Eine Stellungnahme dazu gab es jedoch von keiner Seite.
Freenet will sich vom Hosting trennen
Nach dem Verkauf seines DSL-Geschäftes an United Internet im Mai, will sich Freenet künftig komplett vom Hosting trennen und sich ganz seiner Mobilfunk-Sparte widmen. Daher soll der Verkauf des Unternehmens Strato, das im Moment ca. 500 Mitarbeiter beschäftigt, noch bis Ende November abgeschlossen werden. Von den Erlösen wolle sich Freenet weiter entschulden, so Vilanek.
Nach der Übernahme des Mobilfunkdienstleisters debitel im April 2008, hatte Freenet einen Schuldenberg von mehr als einer Milliarde Euro angehäuft. Sowohl die Telekom, als auch United Internet sind bereits im Webhosting aktiv. Daher müssten bei einer Übernahme auch beide Unternehmen mit Problemen der Kartellaufsicht rechnen.











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