Telekom soll alte Kupferleitungen ausgraben und zu Geld machen

Bild: © TelekomNach einem Bericht der WirtschaftWoche hat Telekom-Chef René Obermann seine Mitarbeiter in der vergangenen Woche dazu aufgerufen, die bislang vereinbarten Sparziele für die Zukunft noch zu übertreffen und dabei auch unkonventionelle zu gehen. Ziel sei es dabei vor allem eine erneute Gewinnwarnung für die Aktionäre unter allen Umständen zu vermeiden.
Nach Meinung der WirtschaftsWoche trete die Telekom Festnetzsparte T-Home derzeit im Vertrieb auf die Bremse um Kosten zu sparen. Durch ihr bisher aggressives Werben um DSL-Kunden habe das Unternehmen im ersten Halbjahr 2009 rund 55 Prozent aller Neukunden akquirieren können, insgesamt erwarte das Unternehmen für das Jahr einen Gesamt-Marktanteil von rund 45 Prozent.
Um eine Gewinnwarnung zu vermeiden habe Obermann die Netztechniker des Unternehmens sogar aufgefordert, nach stillgelegten Kupferkabeln zu suchen und diese auszugraben. Der Kupferpreis sei seit Jahresbeginn auf über 6000 US-Dollar (rund 4.000 Euro) pro Tonne gestiegen und deshalb lohne es sich, solche Erdkabel zu recyceln. Alle Mitarbeiter seien zudem aufgefordert worden ihre Überstunden und auch Urlaubstage bis zum 31. Dezember komplett abzubauen, um Rückstellungen in der Bilanz zu vermeiden.
Laut Wirtschaftwoche will Obermann noch in diesem Jahr weitere Sparprogramme vorstellen. Unter anderem sollen die Festnetzsparte (T-Home) und Mobilfunksparte (T-Mobile) durch eine Fusion miteinander verschmolzen werden. Die Fusion soll eine erhebliche Effizienzsteigerung mit sich bringen; Obermann möchte sich diese Fusion auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 19. November absegnen lassen.
Pläne zur Zusammenführung der Sparten T-Home und T-Mobile sind allerdings bereits seit längerer Zeit bekannt. Bereits im April hatte die Telekom-Konzernspitze verlauten lassen, beide Gesellschaften zusammenzuführen. Im ersten Schritt sollte dabei die T-Mobile International AG mit der Deutschen Telekom AG verschmolzen werden, damit T-Mobile eine direkte Konzerntochter werde. Dieser Schritt wurde im Juli dieses Jahres vollzogen. Sofern die Aktionäre im November zustimmen, sollen Anfang 2010 beide Konzernteile zu einer neuen Deutschland-Gesellschaft verschmolzen werden.











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