UMTS-Datentarife jenseits von Flatrates

Bild: VodafoneFlatrates mit einer Drosselung ab einem Übertragungsvolumen von fünf Gigabyte sind bei der mobilen Datennutzung inzwischen Standard. Doch nicht jeder Nutzer fährt mit dieser Variante am günstigsten. Wer selten mobil surft oder nur geringe Datenvolumina überträgt, kann mit anderen Tarifen durchaus Geld sparen. Viele Flatrates binden den Nutzer 24 Monate an einen Tarif. Wer das mobile Internet aber nur einen kurzen Zeitraum oder gelegentlich benötigt, sollte sich eher nach Datentarifen mit einmonatiger oder sogar gar keiner Mindestvertragslaufzeit umsehen.
Minutenpreise bei kurzen Mailabrufen
Werden nur für kurze Zeit große Datenpakete übertragen, bietet sich ein Tarif an, der nach Minuten abgerechnet wird. Ein typisches Nutzungsszenario dafür ist der kurze Abruf einer E-Mail mit einem großen Dokument im Anhang, wonach der Internetzugang getrennt wird und man offline weiter arbeitet. Solche Tarife sind inzwischen selten geworden – wenn überhaupt findet man sie als by-Call-Option in manchen Basisangeboten. Aktuell liegt der günstigste Minutenpreis bei solchen Tarifen um die 9 Cent pro Minute.
Megabyte-Takt für Messenger und RSS
Nutzer reiner Textdienste wie ICQ, MSN und Twitter oder Leser von RSS-Feeds erzeugen so wenig Traffic, dass sich ein Tarif mit einer Abrechnung pro Megabyte lohnen kann. Die günstigsten Angebote dieser Art kosten zur Zeit ungefähr 23 Cent pro Megabyte. Die Betrachtung von aufwendig gestalteten Internetseiten sollte man allerdings mit einem solchen Volumentarif tunlichst vermeiden. Eine Alternative sind Flatrate-Tarife, die bereits nach relativ geringem Übertragungsvolumen auf ISDN-Niveau drosseln. Auch wenn die Datenübertragung dann sehr langsam vonstatten geht – für reinen Text spielt dies keine Rolle und man vermeidet unerwartet hohe Folgekosten. Tarife mit Verringerung der Übertragungsrate ab 200 Megabyte Volumen sind bereits für 9,95 Euro im Monat erhältlich.
Eine Nachrichtenseite kann mehr als ein Megabyte groß sein
Wie wichtig es ist, das Übertragungsvolumen im Auge zu behalten, haben die Kollegen von teltarif.de gemessen: Beispielsweise verursacht ein Aufruf der Homepage des Spiegels über ein Megabyte Traffic, die Anzeige der Internetseite des Sterns bringt sogar 1,5 MB Übertragungsvolumen mit sich. Ebenso schnell schießt der Datentransfer in den Höhe, wenn man Videos betrachtet oder E-Mails mit großen Anhängen herunterlädt. Welche Möglichkeiten es gibt, das Datenvolumen ohne Verzicht auf umfangreiche Webseiten zu reduzieren, erfahren Sie demnächst in einem Artikel zu diesem Thema.











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