Windows Phone 7: Multitouch und Multitasking

Bild: WindowsMicrosoft hat in Las Vegas weitere Details zu seinem neuen Smartphone-Betriebssystem Windows Phone 7 veröffentlicht. Wie berichtet hatte das Redmonder Unternehmen bereits angekündigt zusammen mit HTC entsprechende Geräte auf den Markt zu bringen. Nun wurden auch Dell und Samsung als mögliche Hardware-Hersteller genannt. Ziel ist es auf Basis eines multifunktionalen Smartphones Software zu entwickeln, welche später zum Beispiel auf dem PC oder auf der Xbox 360 laufen soll.
"durchgehend gute Bedienbarkeit"
Bei Windows Phone 7 lege man Wert auf "durchgehend gute Bedienbarkeit", so Microsoft-Manager Scott Guthrie. Deshalb setzt das Unternehmen auf ein neues Bedienkonzept, welches nicht mehr, wie bisher, den PC auf das Handy übertragen will. Vielmehr setzt man auf Konzepte wie z.B. Multitouch. Dieses war mit dem Apple iPhone populär geworden. Im Gegensatz zu dem Betriebssystem des Unternehmens aus Cuppertino sollen sich aber einige Anwendungen parallel nutzen lassen. Sobald sich der Betrieb von Applikationen im Hintergrund allerdings auf die Leistungsfähigkeit des Gerätes niederschlägt, wolle man diesen unterbinden. Die Alternative zum Parallel-Betrieb ist ebenfalls wieder ähnlich der, die Apple nutzt. So wird auch Windows Phone 7 auf Push-Benachrichtigungen zurückgreifen.
Neues System ohne alte Programme
Bisher konnte man ältere Software auf einem neuen Windows Mobile-Betriebssystem nutzen. Mit Windows Phone 7 bricht Microsoft mit dieser Tradition. Entwickler müssen nun ihre Software neu schreiben. Hierfür sieht das Redmonder Unternehmen die hauseigenen Programmierumgebungen Silverlight und XNA vor. Spiele können dabei in 3D entwickelt und über einen Beschleunigungssensor gesteuert werden. Selbst Xbox-Spiele sollen sich unterwegs, mobil nutzen lassen. Fertige Software soll dann über eine Online-Plattform vermarktet und verkauft werden. Für die Bezahlung erworbener Produkte sieht Microsoft verschiedene Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Abrechnung über den Mobilfunkvertrag vor. Eine alternative zum Windows Marketplace for Mobile soll es nicht geben. Bisher war es noch möglich Software aus anderen Quellen herunterzuladen und auf seinem Windows Mobile-Smartphone zu installieren.
Strikte Auflagen – Keine Speicherkarten-Unterstützung
Um das neue Bedienkonzept umsetzen zu können, bindet das Unternehmen aus Redmond seine Hardware-Partner an strenge Auflagen. Kommende Geräte müssen mindestens 8-GB-Flash-Speicher, einen GPS-Empfänger, einen Kompass, einen Beschleunigungssensor, einen Helligkeitssensor und eine Digitalkamera mit 5-Megapixel haben. Auch das Display hat bestimmte Spezifikationen zu erfüllen. Es muss Multitouch-fähig sein und entweder mit 480 mal 320 Pixel oder 800 mal 480 Pixel auflösen. Zudem muss der Grafikchip des Gerätes DirectX9 unterstützen. Zudem werden die Geräte nur drei Tasten haben: Windows, Suchen und Zurück. Wem der Speicher seines Gerätes zu klein war, der konnte bei bisherigen Windows Mobile-Smartphones diesen mit Hilfe einer Speicherkarte erweitern. Dieses unterbindet Microsoft nun in seinen Spezifikationen.
Wie das Onlineportal iStartedSomething berichtet, soll ein Firmware-Update künftig auch ohne PC möglich sein. Vielmehr sollen Updates nun über die Internetverbindung des Smartphones eingespielt werden können. Ähnlich machen es die Hersteller Nokia und Palm seit langem.











1 Kommentar
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Super community mit einem Tutorial zum Thema Mutlitouch!