Xenium X100: Das erste Dual-SIM-Handy von Philips

Bild: SlashphoneDual-SIM-Handys erreichten uns bisher meist von chinesischen Herstellern über Online-Shops oder -Auktionshäuser. Nun hat sich auch der deutsche Hersteller Philips an die Produktion eines solchen Gerätes gewagt und bringt mit dem Xenium X100 sein erstes Zwei-Karten-Handy auf den Markt, das zunächst jedoch nur in Russland vertrieben werden soll.
Das Philips Xenium X100 hat eine Größe von 102,8 mal 43,8 mal 52,7 Millimeter und verfügt über ein 1,8-Zoll-TFT-Farbdisplay mit einer Auflösung von 128 mal 160 Pixel. Die beiden Telefon-Schnittstellen können für die GSM-Netze (Global System for Mobile Communications) im Bereich von 900 und 1800 MHz, der in den EU-Staaten üblichen Funkfrequenz, genutzt werden. Andere Frequenzen, wie beispielsweise die auf dem amerikanischen Kontinent gebräuchlichen 850 und 1900 MHz, werden nicht unterstützt. Auch hat das Handy keinen Zugriff auf die UMTS-Netze.
Vielmehr ist das Gerät für den multimedialen Gebrauch angelegt. Es bringt einen integrierten Audio-Player mit, der die Formate MP3, AMR, WAV und Midi unterstützt und verfügt über ein UKW-Radio. Der interne Speicher ist mit Hilfe einer externen Speicherkarte noch erweiterbar und bietet damit genügend Platz für die Musik-Bibliothek. Neben den Musik-Wiedergabegeräten hat das Xenium X100 noch eine Uhr mit Weck-Funktion, einen Kalender und einen Taschenrechner mit an Bord. Darüber hinaus bietet das Telefon drei vorinstallierte Spiele.
Mobil ins Internet kommt man per GPRS, was lediglich eine Daten-Übertragungsrate von mageren 9,6 kBit/s beziehungsweise 14,4 kBit/s im Compressed-Mode zulässt. Das Dual-SIM-Handy soll knapp 2000 Rubel kosten, umgerechnet etwa 50 Euro. Ob und wann das Handy auch in Mitteleuropa angeboten wird, ist nicht bekannt.
Vorsicht vor Imitaten aus China
Neben chinesischen Eigenproduktionen, die legal auf dem europäischen Markt vertrieben werden, erreichen uns auch immer wieder Imitate bekannter Handy-Hersteller. Vor allem das iPhone von Apple und die Geräte von Nokia werden gern nachgebaut. Die Produktbezeichnungen ähneln dabei häufig den Originalnamen – So wird aus dem Nokia N97 schnell das Nokla N97. Optisch sind die Mobiltelefone oftmals nahezu identisch. Schaut man sich jedoch das Innenleben und die Systemkomponenten näher an, sieht das ganze schon anders aus. Gehäuseteile ohne Funktion, eingeschränkte Verbindungsmöglichkeiten und falsch bezeichnete Features sind nur einige der Ärgernisse, mit denen man rechnen muss.
Die chinesischen Imitate locken häufig mit günstigen Preisen. So werden scheinbar hochwertige Geräte zu Preisen zwischen 100 und 150 Euro angeboten. Im Lieferumfang findet sich oftmals auch ein zweiter Akku. Bei diesem ist jedoch Vorsicht geboten, da die Qualität nicht selten zu wünschen übrig lässt. In einem Test der Redaktion von teltarif.de konnte der Zweit-Akku des Nokla N97 nicht einmal aufgeladen werden und die auf dem Handy installierte Software lief so instabil, dass das Gerät immer wieder neu gestartet werden musste.










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