Erfolgreich mit Netzwerken: Mit Xing zum Job

Erfolgreich mit Netzwerken: Mit Xing zum Job
Bild: teltarif.de
Am Wochenende haben wir bereits Tipps für den gelungenen Eintritt in soziale Netzwerke gegeben, die das Magazin teltarif zusammen gestellt hat: Dabei haben wir uns vor allem auf die VZ-Netzwerke (schülerVZ, studiVZ, meinVZ) sowie Facebook konzentriert. Heute soll das Augenmark auf das Business-lastige Netzwerk Xing gelegt werden, das teltarif ebenfalls untersucht hat.

Die Nutzer wollen hier Geschäftskontakte pflegen und sich nach beruflichen Perspektiven umschauen. Auch von Berufseinsteigern wird das Netzwerk stark frequentiert. Mitglieder von Xing wollen meistens keinen so regen Kontakt mit anderen Mitgliedern pflegen, wie es beispielsweise bei Facebook und studiVZ getan wird die alltäglichen Belanglosigkeiten bleiben weitgehend außen vor. Vielmehr wird die Plattform zu Informationszwecken über verschiedene Branchen und Geschäftspartner genutzt.

Auch wenn sich Xing auf andere Inhalte spezialisiert, bleibt auch hier der erste Schritt – die Anmeldung – gleich. Hierbei ist es jedoch sinnvoll, seinen echten Namen zu verwenden und auf Synonyme zu verzichten. Auch sind Daten wie der Werdegang, eigene Interessen und besondere Kenntnisse wichtig. Das Netzwerk ist nicht dazu da, anonym zu sein, sonder vielmehr dazu, seine eigene Person möglichst weitreichend bekannt zu machen und somit eine breitere berufliche Perspektive zu erlangen. Bei der Preisgabe von Informationen sollte man jedoch auch bei Xing vorsichtig sein. Ein sinnvoller Schutz der eigenen Daten ist bei jedem Netzwerk wichtig.

Besonders wichtig ist der Umgangston

Wenn man bei Xing Kontakt mit anderen Usern aufnimmt, sollte man auf ein seriöses Auftreten achten. Was bei Fun-Netzwerken normal ist, etwa Ausdrücke wie "gruscheln" oder "poken" oder auch Informationen über die letzte Party, ist bei einem Business-orientierten Netzwerk nicht angebracht. Das gilt auch für Fotos. Ähnlich wie bei Bewerbungen sollte man sich auch hier im entsprechenden Maße präsentieren.

Trotz der strengeren Richtlinien, die bei Xing befolgt werden sollten, möchte das Netzwerk über das rein Berufliche hinausgehen. Verabredungen zu Aktivitäten und ein Informationsaustausch sind auch hier selbstverständlich erlaubt und gewollt. Den Nutzern stehen zudem Diskussionsforen zur Verfügung, die Xing zu allen möglichen Themen bietet (und bei denen auch neue angelegt werden können).

"Premium"-Mitgliedschaft kostet 70 Euro im Jahr

Xing unterscheidet bei seinen Mitgliedern zwischen einer Standard-Mitgliedschaft und Premium-Mitgliedern. "Premium" umfasst nichts anderes als eine normale, vollständige Nutzung. Mitglieder mit einem Standard-Konto können hingegen nicht aktiv Kontakt mit anderen Mitgliedern per Mail aufnehmen. Das Hochstufen auf einen kompletten Zugang schlägt jedoch mit 70 Euro Jahresgebühr zu Buche.

Um Xing wirklich erfolgreich zu nutzen, braucht man laut dem Xing-Experten Joachim Rumohr vor allem ein ausgewogenes Profil. Rumohr vergleicht dies mit der Auslage eines Ladengeschäftes – "Je mehr Mitglieder in mein Fenster schauen, desto eher habe ich Chancen, dass auch jemand meinen Laden betritt". Genauso wie die Waren im Geschäft präsentiert werden, müsse man seine eigenen Kenntnisse anpreise. Dafür gibt es das Feld "Ich biete", in dem präzise und aussagekräftige Stichworte stehen sollten.

Die Tipps vom Experten

Rumohr rät in seinen Xing-Seminaren die Erstkontaktaufnahme mit "Networking" zu gestalten und erläutert, was damit gemeint ist: Zunächst sollte man etwas "geben", um vom Netzwerk später auch wieder etwas zurück zu bekommen. "Bei der ersten Kontaktaufnahme könnte man beispielsweise in Bezug auf das Profil einen Tipp geben, einen anderen Kontakt vorstellen, Anerkennung geben oder auch Tipps und Tricks verraten", empfiehlt Rumohr. "Man kann im Grunde alles nutzen, was das besuchte Profil hergibt, um sich entsprechende Impulse dafür zu holen, nur das eigene Angebot hat bei der ersten Kontaktaufnahme nichts in der Nachricht zu suchen. Der so angeschriebene wird auf jeden Fall das Profil des Absenders besuchen und dort die Chance haben selbst seinen Impulsen nachzugehen."

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